10 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

26. Oktober 2017 Wie bewerbe ich mich richtig? Wie überzeuge ich im Vorstellungsgespräch? 10 Tipps, wie Sie bei Unternehmen punkten.
 

Da ist sie, diese tolle Stellenanzeige. Jetzt geht es nur noch um eines: den Arbeitgeber von sich zu überzeugen. Doch wie hebt man sich aus der Masse seiner Mitbewerber ab? Und worauf sollte man bei der Bewerbung achten? Mit unseren 10 Tipps kommen Sie Ihrem Traumjob einen großen Schritt näher.

Hat man den Schulabschluss erst einmal in der Tasche, wartet die bunte Arbeitswelt nur noch darauf, erobert zu werden. Interessante Stellenanzeigen gibt es viele. Aber wie bewirbt man sich richtig? Auch in der DZ BANK Gruppe gab es im August und September 2017 wieder zahlreiche Nachwuchskräfte, die ins Berufsleben gestartet sind. Aber was kann man eigentlich tun, um mit seiner Bewerbung positiv aufzufallen und damit seine Chancen auf den Job zu erhöhen? Unsere 10 Tipps helfen Ihnen auf dem Weg zur erfolgreichen Bewerbung.

1. Das Anschreiben: Zeigen Sie, wer Sie sind!

Das Anschreiben ist so etwas wie Ihre Visitenkarte. Also nutzen Sie die Gelegenheit, schon hier zu punkten: Versuchen Sie, frei zu formulieren, warum Sie sich auf die Stelle oder den Ausbildungsplatz bewerben und weshalb gerade Sie die richtige Besetzung sind. Schildern Sie, welche besonderen Fähigkeiten und Qualifikationen Sie mitbringen und was Sie an dem Job reizt. Klar, dass Sie sich dazu vorher ausführlich mit dem Unternehmen auseinandersetzen sollten, bei dem Sie anheuern. Viele Infos bekommt man oft schon über die Website. Bei detaillierteren Fragen können Sie sich aber auch telefonisch an den zuständigen Personaler wenden. Das hat den Vorteil, dass Sie die Person im Anschreiben gleich direkt ansprechen und sich auf das Telefonat berufen können. Achten Sie aber unbedingt darauf, den Namen des Ansprechpartners dann auch korrekt zu schreiben. Da Entscheidungsträger in der Regel sehr viele Bewerbungen lesen müssen, sollte das Anschreiben nicht mehr als eine DIN A4-Seite lang sein.

2. Online bewerben: Darauf sollten Sie achten

Die meisten Unternehmen wünschen sich heute eine Bewerbung per E-Mail oder über die unternehmenseigenen Bewerbungstools. Zunächst heißt es dann also erst einmal: Alle Unterlagen ab in den Scanner – Anschreiben, Lebenslauf mit Foto, Schulzeugnisse und – sofern vorhanden – Sprachzeugnisse oder weitere Zertifikate, die für den Job relevant sein könnten. Überprüfen Sie am Bildschirm aber unbedingt, ob die Schrift der Dokumente gut lesbar ist. Falls nicht, sollten Sie die Kontrast-Einstellungen am Gerät nachjustieren. Wenn dann alles passt, führen Sie alle Unterlagen in eine oder mehrere PDF-Dateien (abhängig vom Bewerbungssystem) zusammen. Wichtig ist, dass die Dateien am Schluss nicht zu groß sind, sonst kann es passieren, dass sie sich nicht hochladen lassen oder die E-Mail nicht beim Empfänger ankommt. Tippen Sie das Anschreiben am besten erst in Word und fügen Sie es anschließend per copy & paste in das entsprechende Textfeld oder die E-Mail-Maske ein. So verhindern Sie, dass der mühsam formulierte Text verschwunden ist, falls sich der PC mal aufhängen sollte.

3. Seien Sie kreativ: Mit einem originellen Lebenslauf auffallen

Oft gibt es mehrere hundert Bewerber auf ein und dieselbe Stelle. Wie aber schafft man es, in der Masse hervorzustechen? Hier kann es gut sein, ein bisschen kreativ zu werden. Wer grafisch fit ist, könnte zum Beispiel einen interessanten Briefkopf oder ein Deckblatt entwerfen. Auch ein größeres Fotoformat fällt sofort ins Auge. Auch möglich: Sie überlegen sich drei Eigenschaften, die auf Sie zutreffen und setzen diese neben Ihr Foto. Beispiel: „Max Mustermann: kommunikativ, verlässlich, organisiert“. Achten Sie beim Lebenslauf auf eine klare, leserfreundliche Struktur. Oder Sie präsentieren Ihre Qualifikationen wie Sprachkenntnisse oder EDV-Wissen mal auf eine ganz neue, moderne Art: Zeigen Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber, wie perfekt oder ausbaufähig Ihre Skills sind, indem Sie sich selbst Punkte vergeben. Deutsch ist Ihre Muttersprache? Dann gibt es hier natürlich fünf von fünf vollen Punkten. Für Ihr fließendes Englisch sind es vier von fünf Punkten, und beim Französisch ist mit zwei von fünf vollen Punkten noch Luft nach oben.

4. Achten Sie beim Foto auf Qualität

Mit einem aussagekräftigen Foto kann man schnell Sympathiepunkte sammeln. Handyfotos oder Schnappschüsse aus dem letzten Urlaub eignen sich natürlich nicht, schließlich will man als Anwärter auf den Job professionell wirken. Auch sollte das Foto möglichst aktuell sein. Sparen Sie also nicht an der falschen Stelle und lassen Sie Bewerberfotos von einem professionellen Fotografen machen.

5. Seien Sie im Vorstellungsgespräch ehrlich

Im Vorstellungsgespräch stellen Arbeitgeber manchmal auch schon erste fachliche Fragen. Aber keine Bange: Auch wenn Sie mal keine Antwort wissen, ist das nicht schlimm. Ein selbstbewusstes und ehrliches „Leider weiß ich das nicht“ zahlt sich hier aus. Wer im Gespräch beispielsweise nur vorgibt, sich mit einem bestimmten Software-Programm auszukennen, wird später Probleme haben: Da alle davon ausgehen, dass Sie das Tool beherrschen, wird niemand darauf Rücksicht nehmen, wenn Sie nicht zurechtkommen, denn im stressigen Joballtag muss alles laufen. Auch nach einer Schulung zu fragen wäre dann unangenehm, denn schließlich hatten Sie angegeben, dass Sie im Umgang mit der Software fit sind.

6. Wählen Sie Ihre Kleidung entsprechend dem Dresscode

Beim Vorstellungsgespräch ist es üblich, sich dem Anlass entsprechend zu kleiden. Für die Finanzbranche heißt das bei Männern also: mindestens im Anzug, bei Frauen: Kostüm oder Anzugshose und Bluse. Gerade wenn Sie sich zum ersten Mal um einen Job bewerben, fühlen Sie sich in diesem Aufzug vielleicht unwohl oder kommen sich verkleidet vor. Tipp: Tragen Sie die neue Kleidung zuhause schon einmal ein. So wirken Sie an Ihrem großen Tag souverän, und das ungewohnte Outfit kann Sie nicht aus dem Konzept bringen.

7. Bleiben Sie ruhig: Was Mimik & Gestik über Sie verraten

Im Vorstellungsgespräch sollten Sie natürlich ganz Sie selbst bleiben. Achten Sie trotzdem ein wenig darauf, welche Signale Sie durch ihre Körpersprache aussenden. So zeugt ein fester Händedruck bei der Begrüßung und Verabschiedung zum Beispiel von gesundem Selbstbewusstsein, genauso wie aufrechtes Sitzen. Wer dabei eine leicht nach vorne gebeugte Haltung auf dem Stuhl einnimmt, wirkt engagiert und interessiert. Wichtig: nicht breitbeinig dasitzen, das wirkt arrogant. Halten Sie Blickkontakt zu Ihrem Gesprächspartner: Wer seinem Gegenüber nicht in die Augen schauen kann, wirkt unsicher und scheu. Auch hektische Handbewegungen machen keinen guten Eindruck: Unterstreichen Sie das Gesagte besser mit ruhigen und bedachten Gesten. Tipp: Atmen Sie kurz vor dem Gespräch ein paarmal tief ein und langsam wieder aus, das entspannt und macht den Kopf frei.

8. Suchen Sie den Dialog: Dos & Don‘ts im Vorstellungsgespräch

Dass man zum Bewerbungsgespräch pünktlich erscheint, sollte selbstverständlich sein. Zum Bewerbungs-Knigge gehört aber auch, dem Fragensteller nicht ins Wort zu fallen. Ebenso wenig kommt es gut an, wenn ein Bewerber pausenlos nur von sich redet. Versuchen Sie, ein echtes Gespräch entstehen zu lassen, in welchem Ihr Gegenüber und Sie etwa gleich lange Redeanteile haben. Zeigen Sie Interesse, indem Sie Fragen über Ihre zukünftigen Aufgaben, Arbeitszeiten oder die Berufsschule bzw. Hochschule stellen.

9. Üben Sie das Vorstellungsgespräch

Eine gute Möglichkeit, seine rhetorischen Fähigkeiten zu üben, ist ein Rollenspiel, bei dem Freunde oder Eltern den Part des Personalers übernehmen. Wie wirke ich auf andere? Spreche ich zu schnell, zu langsam oder zu leise? Das Feedback aus dieser Übung kann Ihnen helfen, gelassen und souverän ins Vorstellungsgespräch zu gehen.

10. So bewerben Sie sich per Video

Videobewerbungen werden bei Unternehmen immer beliebter. Schließlich transportiert kein anderes Medium so viele Persönlichkeitsmerkmale eines Bewerbers wie das Bewegtbild. Aber Stopp! Videos, die mal eben lässig und spontan von der Couch aus per Smartphone-Cam gedreht werden, kommen in den seltensten Fällen gut an. Vielmehr sollten Sie sich gut vorbereiten und genau überlegen, was Sie sagen möchten. Wählen Sie Ihre Kleidung sorgsam aus und wählen Sie für die Aufnahme einen Ort, an dem es keine störenden Geräusche gibt. Ein unaufgeräumtes Zimmer im Hintergrund macht keinen guten Eindruck, also positionieren Sie sich zum Beispiel lieber vor einem schönen Wandbild. Am besten, Sie verwenden zum Filmen ein Stativ, das verhindert Wackler. Achten Sie darauf, dass Sie deutlich und laut genug sprechen und kein Schatten auf Ihr Gesicht fällt. Wie in einem Anschreiben, stellen Sie sich in wenigen Sätzen kurz vor, nennen Ihre Qualifikationen und Ihre Motivation, weshalb Sie sich bewerben, und demonstrieren Sie auch hier, dass Sie sich im Vorfeld über das Unternehmen informiert haben. Fassen Sie sich dennoch kurz – ca. zwei Minuten, sonst wird es zu langatmig. Achten Sie auf eine gute Bildqualität. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall telefonisch, in welchem Format das Video gespeichert und ob die Datei per Link, per Anhang oder auf einem Datenträger verschickt werden soll. Zeugnisse und Lebenslauf müssen natürlich separat mitgeschickt werden.