Bike Sharing – warum es sich für die Zukunft lohnt

16. April 2018 Perspektive, Zukunft, Stabilität
 

Bike Sharing – warum es sich für die Zukunft lohnt

Bike Sharing gehört bereits heute zu den wichtigsten Fortbewegungsmöglichkeiten in der Stadt. Damit fährt es sich flexibel, kostengünstig und vor allem nachhaltig. Auch die DZ BANK Gruppe hat sich diesem Thema angenommen und erneut eine Fahrradkampagne gestartet, um ein Zeichen zu setzen und das Bewusstsein für einen umweltbewussten Lebensstil zu fördern. An den Standorten Duisburg, Essen, Köln, Nürnberg, Wiesbaden, Mannheim, Leipzig und Bochum stellt sie Bike Sharing-Fahrräder nach dem „Erfolgsprinzip: WIR“ in Kooperation mit dem Anbieter nextbike zur Verfügung.

Ursprung und Funktionsweise des Bike Sharings

Eine Möglichkeit, die jeder für sich nutzen kann, um seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, ist Bike Sharing. Bereits in den 1960er-Jahren hat es in Europa den Gedanken des Bike Sharing in Form der Amsterdamer White Bikes gegeben. Die White Bikes konnten jedoch nicht durch ein intelligentes System abgeschlossen werden, was zur Folge hatte, dass viele Fahrräder gestohlen wurden und sich die Idee damals nicht durchgesetzt hatte. Die heutigen Systeme entwickelten sich ab dem Jahr 2004, als die erforderliche Technologie zur Verfügung stand. Inzwischen gibt es erfolgreiche Bike Sharing-Anbieter in über 50 Ländern.

Das Nutzungssystem des Bike Sharings ist denkbar einfach. In vielen größeren Städten Deutschlands gibt es Fahrradmietstationen unterschiedlicher Anbieter. Die nächstgelegenen Stationen kann man sich per App auf dem Smartphone anzeigen lassen. Gemietet werden können die Räder dann entweder per Kundenkarte, mit der sich bezahlen und das Schloss entriegeln lässt, oder per Code auf dem Smartphone. Das Mieten ist täglich und zu jeder Uhrzeit möglich, wobei das Rad nicht an der Ursprungsstation abgegeben werden muss, sondern auch an einer anderen Station zurückgegeben werden kann. Einige Anbieter erlauben es auch, die Räder an freien Stellen wie Straßenlaternen abzustellen.

Vorteile des Bike Sharing gegenüber einem eigenen Rad

Es gibt viele Gründe, sich für Bike Sharing zu entscheiden. Zunächst ist Fahrradfahren generell eine der nachhaltigsten Optionen, um sich im Stadtverkehr fortzubewegen. Gerade auf kurzen Strecken ist es sinnvoller einzusetzen als ein Auto, um CO2-Emissionen zu verringern.

Aber auch für den Nutzer selbst ist das Bike Sharing gegenüber dem Besitz eines eigenen Fahrrads nachhaltiger. Teure Anschaffungs- und Wartungskosten können gespart werden und die Sicherheit, dass sich das Fahrrad immer in einem verkehrstauglichen und einwandfreien Zustand befindet, ist zu jeder Zeit gegeben, da die Räder regelmäßig von den Anbietern überprüft werden. Zudem kommt es insbesondere in Großstädten häufig vor, dass Fahrräder gestohlen werden. Bike Sharing spart nicht nur die Kosten einer möglichen Neuanschaffung, sondern auch viel Ärger. Die Kostenersparnis, die sich durch das Konzept des geteilten Rads ergibt, macht das Angebot für Berufspendler, aber auch für Studenten und Azubis interessant.

Vorteile des Bike Sharing gegenüber Pkw und ÖPNV

Abgesehen von der Umweltfreundlichkeit hat Bike Sharing weitere Vorteile gegenüber dem Auto: Gerade in der Innenstadt und insbesondere während der Rush Hour ist man mit dem Rad sogar schneller unterwegs. Volle Straßen und Staus lassen sich vermeiden, sodass eine Zeitersparnis hinzukommt. Darüber hinaus entfällt die Parkplatzsuche, die in vollen Innenstädten ebenfalls viel Zeit und Geld beanspruchen kann.

Außerdem ergänzt Bike Sharing das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs und macht den Nutzer flexibler. Während er bei Bus und Straßenbahn an Fahrpläne gebunden ist, kann er mit dem Rad sofort losradeln. Gerade in Bahnhofsnähe gibt es häufig Bike Sharing-Stationen, sodass die restlichen Meter vom Zug zum Ziel sofort und flexibel zurückgelegt werden können.

Letztendlich ist Bike Sharing auch gut für die Gesundheit. Bike Sharing beziehungsweise die Stationen der Anbieter sind außerdem eine gute Eigenwerbung für das Fahrradfahren an sich und begünstigt nachweislich die Nutzung des Rades in Großstädten.

Zukunftsaussichten und Verbesserung

In Zukunft werden Angebote und Nutzung von Bike Sharing weiter zunehmen. Das liegt unter anderem an einer Wandlung im Bewusstsein der Konsumenten hin zu Sharingsystemen im Allgemeinen. Darüber hinaus wird der zunehmenden Ressourcenknappheit begegnet. Die Digitalisierung macht es möglich, dass Bike Sharing überhaupt genutzt und stets verbessert werden kann.