Getting things done

22. Mai 2018 Perspektive, Zukunft, Stabilität
 

Mehr Zeit, mehr Konzentration – so gelingt die Abschlussarbeit

Wenig Zeit, mangelnde Konzentration und obendrein noch eine Schreibblockade – welcher Student kennt es nicht. Wie Sie Ihre Abschlussarbeit dennoch rechtzeitig fertigstellen, erfahren Sie hier!

Getting things done: Dinge erledigen – und zwar richtig!

Zeitdruck, Prokrastination, ein hoher Workload und eine drohende Abgabefrist - diese Dinge lassen sich ganz leicht mit einem Begriff zusammenfassen: Abschlussarbeit. Das große Finale des Studiums oder einer Ausbildung steht unmittelbar bevor, doch die zu bewältigenden Lasten wollen einfach nicht weichen. Manchmal scheint es, als ginge es weder vor noch zurück. Jetzt heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Problematik mit System anzugehen. Damit Sie bei Ihrer Abschlussarbeit solchen Problemen trotzen können, zeigen wir Ihnen eine Art Fahrplan, wie Sie die Arbeit erfolgreich vom Tisch kriegen. Gelingt Ihnen dadurch eine hervorragende Abschlussarbeit, kann Ihnen das eine Vielzahl von Türen öffnen. So können Sie Ihre Arbeit zum Beispiel einem Verlag zur Publikation anbieten oder sich für diverse Preise wie zum Beispiel den www.karrierepreis.de bewerben.

Verschieben auf morgen war gestern: Tipps gegen Prokrastination

Prokrastination, im Volksmund auch gerne als Aufschieberitis bezeichnet, ist im Anfangsstadium noch vergleichsweise harmlos und artet mit der Zeit in richtigen Stress aus. Die Ursachen dieses Problems können vielfältig sein. Mal sind es Versagensängste, mal fehlt die Fähigkeit, Prioritäten richtig zu setzen oder sich ausreichend zu konzentrieren und motivieren.

Ein Karteikasten mit mehreren Fächern, am besten ein Fach pro Tag, kann daher hilfreich sein. Große Aufgaben werden auf mehrere Karten verteilt und diese wiederum einzelnen Tagen bzw. Fächern ihrer Priorität entsprechend zugeordnet. Dabei kann auch eine chronologische Reihenfolge, die für bestimmte Aufgaben zwingend sein mag, eingehalten werden. Die einzelnen Aufgaben sollten vom Umfang her etwa auf dem gleichen Niveau liegen und an einem Tag zeitlich gut bewältigt werden können.

Als zusätzlicher Anreiz kann ganz hinten für jeden Tag eine Karte hinzugefügt werden, auf der eine Belohnung vermerkt ist. Wer es spannend machen möchte, lässt Eltern, Mitbewohner oder den Partner diese Karte ausfüllen. Die haben schließlich auch ein Interesse daran, dass die ständige Panik bald ein Ende hat.

Wichtig dabei ist, sich möglichst immer nur einer Aufgabe zu widmen und dieser die volle Konzentration zu widmen. Das berühmt-berüchtigte „Multitasking“ funktioniert nur in den seltensten Fällen und auch nur bei Aufgaben, die wenig Konzentration erfordern. Auch hier gilt: Je konkreter die Planung, desto geringer das Risiko einer Abweichung.

Der Strategische Ansatz: Getting Things Done und Task-Wall

Schon der römische Philosoph Seneca sagte: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Um nicht zu viel Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen, bedarf es der richtigen Strategie und eines vorausschauenden Selbstmanagements.

Getting Things Done – das ist der prägnante Name der Strategie von David Allen. Hierbei werden zunächst alle Aufgaben erfasst und ihrer Dringlichkeit nach sortiert. Besonders wichtige Aufgaben, die sich in relativ kurzer Zeit erledigen lassen, stehen auf der Liste ganz oben und sollten möglichst am Anfang erledigt werden. Danach folgen jene wichtigen Dinge, für die mehr Zeit in Anspruch genommen werden muss.

Auch sollte möglichst früh geprüft werden, ob sich bestimmte Aufgaben an andere Personen bzw. Institutionen übertragen lassen. Eine Aufgabe, die sich im Rahmen einer Abschlussarbeit gut delegieren lässt, ist beispielsweise das Korrektorat. Auch Erhebungen wie z. B. Umfragen können an Dritte weitergegeben werden. Basiert auf deren Ergebnissen jedoch ein Großteil der Abschlussarbeit, ist sie wiederum in die erste Gruppe zu verschieben.

Wer eine Pinnwand aus Kork oder eine Magnetwand daheim hat, kann diese dazu nutzen, sie in eine Task_Wall umzuwandeln und sich so eine gut sichtbare To-do-Liste vor die Nase zu hängen. Pro Aufgabe ein Zettel. Das Ziel ist klar: Die Wand leerräumen. Zeitaufwendigere Aufgaben können dabei auf größere Zettel notiert werden, damit auch das Erfolgserlebnis nach deren Erledigung anwächst.

Schreibblockaden: Die Angst vor dem weißen Blatt

Eine weiße Seite, die sich partout nicht mit Inhalten füllen will – eine Vorstellung, die umso schlimmer wirkt, je näher der Abgabetermin rückt. Hat sich dieser Wall aus Granit erst einmal zwischen gute Absichten und Ideen gestellt, scheint guter Rat teuer. Das Wichtigste gleich vorweg: Gegen Schreibhemmungen anrennen bringt nichts – außer vielleicht Kopfschmerzen. Vielmehr kann bzw. sollte die Schreibblockade als eine Art Signal verstanden werden, welches dem angehenden Absolventen bedeutet, erst einmal eine Pause einzulegen, denn Kreativität lässt sich nicht erzwingen. Oftmals reicht es bereits aus, sich für eine Weile mit etwas völlig anderem zu beschäftigen und die Gedanken von den zu erfüllenden Pflichten wegzuleiten.

Wem das nichts bringt, der fängt einfach mittendrin an zu schreiben. Wichtig ist es, einen Schreibfluss zu etablieren. Also wird das erstbeste Thema, welches natürlich mit der Arbeit in Verbindung steht, aufgegriffen und zu Papier gebracht. Wer erst einmal im Thema drin ist, dem kommen schon bald Ideen für frühere oder spätere Kapitel. Diese sollten kurz notiert und dann baldmöglichst in Angriff genommen werden.

Wer lieber in der Gruppe als allein arbeitet, kann sich diesen Umstand zunutze machen. Zu einem vereinbarten Zeitpunkt werden die Themen, die jeder gerade zu bearbeiten hat, besprochen. Fragen von Kommilitonen können Ansätze liefern und dabei behilflich sein, Prioritäten neu zu setzen oder zumindest zu verfeinern.

Wenn sich der Schreibfluss einmal eingestellt hat, sollte er natürlich möglichst lang beibehalten werden. Mit Redigieren und Korrigieren sollte deswegen erst dann begonnen werden, wenn die Kreativität merklich nachlässt und das Formulieren schwerer fällt. Ständiges Hin- und Herspringen im Text mag zwar produktiv erscheinen, verlangsamt jedoch den Prozess ganz erheblich. Auf der anderen Seite kann es bei einer noch bestehenden Schreibblockade hilfreich sein, um wieder ins Thema zurückzufinden.

Den Fokus aufs Ziel gerichtet: Tipps für mehr Konzentration

Wer hellwach und bei Kräften ist, hat in aller Regel auch keine Probleme damit, sich auf eine Aufgabe oder ein Thema zu konzentrieren. Es sei denn, es gehen einem andere Dinge im Kopf herum, die derzeit wichtiger erscheinen. Wer mit solchen Konzentrationsstörungen zu kämpfen hat, sollte versuchen, die verursachenden Gedanken aufzuschreiben. Das schafft Ordnung im Kopf und verleitet dazu, vorerst einen Haken hinter die Sache zu setzen. Das Gehirn funktioniert übrigens dann am besten, wenn es kontinuierlich mit genügend Sauerstoff versorgt wird. Dessen Transport übernimmt unser Blut, weswegen auch bei einer sitzenden, wenig schweißtreibenden Tätigkeit viel Wasser getrunken werden sollte.

Während des Schreibens einer Studien- oder Abschlussarbeit gibt es immer wieder Ablenkungen. Um diese von vornherein auszuschließen, empfiehlt sich ein Ortswechsel. Bibliotheken eignen sich sehr gut dazu, denn hier herrscht Ruhe, Smartphones müssen zumindest lautlos geschaltet werden und die Gesellschaft anderer Studenten, die eifrig bei der Arbeit sind, tut ihr übriges. Einige Hochschulen bieten Studenten aber auch eigene Räume an, die für die Dauer der Arbeiten als „Büro“ genutzt werden dürfen.